Wir brauchen die Menschenkunde um schöpferische Kraefte zu sammeln

Trotz Wachstum kein Grund zur Freude
„Die deutschen  Privatschule werden immer beliebter“ stellt das Redaktionsmitglied der Erziehungskunst Martin Kunze in einem Kurzbericht zum anhaltenden Wachstum der Privatschulen in Deutschland fest. (Erziehungskunst 10/2006 Mitteilenswertes in Kürze)
Auch die Waldorfschulen liegen in diesem Trend und verzeichnen trotz allgemein sinkender Schülerzahlen (bedingt durch den Geburtenrückgang) einen erfreulichen Zuwachs an Schülern und Neugründungen von Schulen.

In der gleichen Nummer der Erziehungskunst finden sich jedoch zwei weitere Berichte, die nicht so erfreulich klingen:
„Anthroposophie- gefährlicher Unsinn?“ unter dieser Überschrift bringt Detlef Hardorp einen Bericht über eine Veranstaltung an der Humboldt Universität zu Berlin vom 21. Juli 2006 und unter der Rubrik „Mitteilenswertes in Kürze“ berichtet die Redaktion über eine staatsanwaltliche Ermittlung  gegen acht Lehrer der Waldorfschule Kempten, die sich wegen „Körperverletzung im Amt“ zu verantworten haben.

Wenn wir die drei Nachrichten zusammenfassen, ergibt sich das folgende Bild:

Wachstum und damit verbunden Anerkennung der Waldorfpädagogik auf der einen Seite und Angriffe auf die Anthroposophie als Grundlage der Pädagogik und pädagogisches Versagen einzelner Lehrer auf der anderen Seite.
Eine solche Zusammenfassung klingt nicht gut, bereitet keine Freude, kann nachdenklich stimmen und wirft Fragen auf.



 Brauchen die Waldorfpädagogen die Anthroposophie und die aus ihr hervorgehende pädagogische Menschenkunde zur Vertiefung und Belebung ihrer Arbeit?

Garantieren nicht die Formen, in der Waldorfpädagogik heute an den Schulen individuell gelebt wird,  unabhängig von Anthroposophie und Menschenkunde eine lebendige Pädagogik?

Menschenkunde ist gefährdet
In der Erziehungskunst vom Januar 2003 zum Thema: Selbstverwaltung charakterisiert Karl-Martin Dietz in seinem Artikel: „Gemeinschaftsbildung- eine Provokation des Bewusstseins“  die Bedeutung der Menschenkunde von Rudolf Steiner für die Gemeinschaftsbildung aber auch ihre Missachtung und Gefährdung wie folgt:

„Die Menschenkunde ist ein Erkenntnismittel, das uns in die Lage versetzt, die geistige Individualität wachzurufen und zu fördern. Und die Selbstverwaltung dient dem Ziel, die Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder des Kollegiums wirksam zu machen. Beide haben aber noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind heute nicht ungefährdet. Es gibt immer wieder Stimmen, die sagen: Waldorfpädagogik ist hervorragend, aber lasst uns doch mal endlich diesen komischen Steiner weg. Das richtet sich gegen die Menschenkunde. Damit aber würde Waldorfpädagogik auf Maßnahmenkataloge reduziert unter Ausblendung ihres Ursprungs und somit auch unter Verzicht auf individuelle Befähigung. Die Qualität wäre dann durch vorgestanzte Standards zu gewährleisten.“

Mit diesen prägnanten Ausführungen weist Karl-Martin Dietz sehr deutlich
 auf eine sehr  aktuelle Problematik :
Genügen für die Erhaltung der pädagogischen Qualität und Lebendigkeit der Waldorfschulen die erprobten und bewährten Maßnahmenkataloge und die mittlerweile tatsächlich in vielen Fällen zu allgemeinen Standards geronnene alltäglich praktizierte Pädagogik?

Die Arbeit an der Menschenkunde eröffnet zwei wichtige Übungsfelder
„Wir wollen eine Handhabung des Unterrichtes aus der Anthroposophie gewinnen, (...)Wir wollen geschickter werden. (...) Daher benutzen wir Anthroposophie, um geschickte Lehrer zu werden.“ (GA 203  Sechster Vortrag vom 22. Januar 1921 in Dornach)

So formuliert der Gründer der Waldorfschulen die Aufgabe der Anthroposophie in der Pädagogik und hält in diesem Sinne im August 1919 die Vorträge zur „Algemeinen Menschenkunde“.
Was bedeutet es aber pädagogisch wahrhaft geschickt zu sein, wann ist man ein geschickter Lehrer?
„Wenn Sie nicht bloß auf dasjenige sehen werden, was Sie tun, wenn Sie auf dasjenige sehen werden, was Sie sind“, dann werden Sie ein geschickter Lehrer, antwortet da R.Steiner im ersten Vortrag zur Allgemeinen Menschenkunde.

Diese beiden Zitate bezeichnen zugleich  zwei wichtige Übungsfelder, die man durch die Arbeit an der Menschenkunde betritt. Diese Übungsfelder werden im ersten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde näher beschrieben:
1.Die fortlaufende gedankliche Beschäftigung mit der Entwicklung des werdenden Menschen.
2.Die fortlaufende übende Arbeit an dem eigenen „So-Sein“.

Im dritten Vortrag der „Meditativ erarbeiteten Menschenkunde“ (GA  302a)
beschreibt R.Steiner wie das Aufnehmen der menschenkundlichen Gedanken und die anschließende Vertiefung  dieser Gedanken in einem dritten Schritt schöpferische Schaffenskräfte freisetzt, die den Pädagogen zu einem vertiefen Verständnis des Schülers befähigen und ihn weiterhin in die Lage versetzen, im richtigen Augenblick geistesgegenwärtig die richtige pädagogische Handlungsweise bereit zu haben.
Im ersten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde erwähnt R.Steiner eine weitere wichtige Wirkung menschenkundlicher gedanklicher Arbeit:
Die Beschäftigung mit solchen Gedanken dämpft und beruhigt in seiner Nachwirkung die durch unseren anstrengenden Alltag so oft aufgewühlte und gestresste Seelenverfassung, mit der wir sonst unvermittelt das Klassenzimmer betreten würden.

Die Arbeit an der eigenen Person
Das zweite Übungsfeld, die Arbeit an dem eigenen So-Sein möchte ich in diesen Ausführungen stärker hervorheben, da einzig und allein diese Arbeit an der eigenen Person wichtigste Durchhaltekräfte freisetzt.  Besonders zu Beginn einer solchen Bemühung und der damit verbundenen schrittweisen Umstellung der eigenen Pädagogik und Lebensgewohnheiten, besteht fortlaufend die Gefahr eines Rückfalls in alte Gewohnheiten und pädagogische Praktiken. Rückschläge in der Arbeit und Widerstände im eigenen Kollegium können nur mit Hilfe dieser Durchhaltekräfte überwunden werden.  
 
Wenn ich solche Worte ernst nehme, so richtet sich mein fragender Blick auf mich selbst. Es geht also bei der Frage nach der Qualität des Unterrichtes und der Bewältigung aller damit verbundenen Probleme um mich als Mensch und Lehrer.
Dabei erinnere ich mich an den Ausspruch eines Kollegen: Das einzig problematische Element im Unterricht ist der Lehrer, und ergänze diese Aussage: weil mein „so Sein“ vielleicht nicht den Anforderungen der jeweiligen pädagogischen Situation entspricht.
Eine solche Sicht der Dinge kann aber auch etwas sehr Tröstliches mit sich bringen: Wenn es in der Hauptsache nur auf mich ankommt, dann habe ich  auch die Dinge in meiner Hand. Nicht die Erziehungsunfähigkeit der Eltern, nicht die Schwächen und Fehler des Kindes und auch nicht die fehlende Einsicht und Rücksicht der Kollegen bestimmen die Qualität meiner Pädagogik, nein nur ich selber. Diese Einsicht gibt Kraft !

Ich suche die Fehler bei mir
Eine erste Konsequenz dieser Einsicht kann dazu führen, dass man den Mut und die Kraft aufbringt, vielmehr als gewohnt, alle misslichen Vorfälle mit Schülern und alle Misserfolge im Unterricht auf sich zu beziehen. Das heißt dann aber auch, dass man Verhaltensweisen der Schüler, die man sonst als  Fehlverhalten bezeichnet hat und dem entsprechend mit einer Maßregel beantwortet hat, jetzt auf sich und seine Schwächen bezieht, also den Fehler bei sich sucht und ihn zu beheben versucht.
Der Verzicht auf eine pädagogische Maßregel in Form einer Ermahnung oder Strafe und die weitgehende Enthaltung einer Beurteilung des Schülerverhaltens im Sinne einer Kritik bleibt dann auch nicht ohne positive Folgen für den Unterricht. Man wird sehr bald bemerken, wie einem nicht nur  die Sympathie der Schüler vermehrt zuwächst, weil  sie quasi danach hungern, endlich einmal vorbehaltlos angeschaut zu werden, sondern auch das eigene Verständnis und die Liebe zu den Schülern zunimmt.

 Unvermeidliche Ohnmachtgefühle
Auf der anderen Seite hat der Lehrer sich durch den Verzicht auf Maßreglung und Strafe der altgewohnten Möglichkeit entzogen, durch diese Mittel auf die Kinder und Jugendlichen disziplinierend einzuwirken. Das Gefühl einer beklemmenden Ohnmacht kann sich einstellen. Man glaubt sich seiner wirkungsvollen Mittel beraubt zu haben, um Disziplin, Ruhe und Ordnung in der Schulgemeinschaft herstellen zu können. Und so gerät man sehr bald in die Situation, die R.Steiner so anschaulich im ersten Vortag der Menschenkunde mit dem Regenguss beschreibt, der einen unvorbereitet erwischt, wenn man ohne Regenschutz unterwegs war.
 Es ist wahrlich eine unangenehme Überraschung für den Lehrer, wenn er vor seinen Schülern steht und  gar kein probates Mittel zur Hand nehmen will, das seinen Absichten und seinem Durchsetzungswillen zum gewünschten Erfolg in Kürze verhelfen würde.
 Solche Situationen, in denen der Übermut oder die Unruhe der Schüler auch einmal die Oberhand bekommen können,  häufen sich dann vielleicht und das Ausgelachtwerden und Überrascht werden von den sogenannten Unarten der Schülern kann auch viel länger als nur 14 Tage oder etwas länger, wie R.Steiner es voraussagt, andauern. Aber mit Sicherheit kommt  auch einmal  der Zustand, „dass wir ein Verhältnis zu den Kindern herstellen, das wir für das Wünschenwerte halten.“
(1.    Vortrag Allgemeine Menschenkunde).

 
Ein wünschenswertes Verhältnis
Welcher Lehrer würde denn ein solches Verhältnis zu seinen Schülern, das es ihm ermöglicht, in sanfter Gelassenheit ohne Maßreglung und aus einem tiefen Verständnis für seine Schüler heraus zu unterrichten, nicht für wünschenswert halten?
Da ich einen solchen Unterricht in zwei Fällen in einer vierten und achten Klasse  in Schweden über längere Zeit bei zwei Kollegen erleben konnte, weiß ich, dass ich nicht einem unerreichbaren Ideal nachträume, sondern eine erreichbare Wirklichkeit vor Augen habe.

Woher nimmt aber ein Mensch den Mut und die Kraft gerade in unserer Zeit einen solchen pädagogischen Weg zu beschreiten?

 Wenn ich dieser Frage nachgehe, sagt mir die Erfahrung, dass es Kräfte in der Seele gibt, die bei sorgfältiger Pflege eine lang anhaltende Durchschlagskraft zeigen und darüber hinaus die Stärke besitzen, sich auch durch scheinbar unüberwindliche Widerstände  nicht entmutigen zu lassen.


Der Weg zu mir
Wie finde ich aber den Weg zu diesen Kräften in meiner Seele?
Da es ein Weg zu meinen Kräften ist, ist es somit ein Weg zu mir. Deshalb ist es auch richtig und konsequent, wenn ich die Erlebnisse mit meinen Schülern nur auf mich beziehe, an mir festmache und eine Lösung bei mir suche. Und ich finde auch sehr bald auf diesem Weg zu mir diese starken Kräfte, von denen ich zuvor nie geahnt habe, dass ich sie besitze. Es sind meine ureigensten Kräfte, die ich nur finden und sammeln kann, wenn ich mich ganz auf mich selber beziehe, die volle Verantwortung für mich übernehme und niemand anders die Gründe für mein Verhalten und meine Gefühle zuschiebe.
Die angesprochene Fähigkeit auszuüben, die Dinge auf sich beziehen zu können ist sehr anstrengend. Die Fähigkeit und  Kraft zur Selbstschau kommt nicht von alleine  und benötigt fortlaufend einen Brennstoff, der sie zur Entflammung bringt und unterhält.
Diesen wichtigen Antrieb kann ich aber  in dem Enthusiasmus, den ich aus der Arbeit an der Menschenkunde und durch ihre Vertiefung, die ich durch bestimmte Meditationsübungen erlange, wirkungsvoll finden.

Arbeit mit der Menschenkunde
Die Arbeit an der Menschenkunde, gemeint sind nicht nur die 14 Vorträge, verleiht darüber hinaus noch  eine weitere Kraft. Ihre Wirkung beruht darauf, dass man ein wachsendes Verständnis für das Wessen der Kinder und ihre Verhaltensweisen bekommt. Man begreift auch immer mehr den Zusammenhang zwischen dem eigenen Verhalten und der Antwort des Kindes. Es entstehen zweierlei Arten von Wissen. Zuerst eine ganz bewusste Erkenntnis über das Wesen des Kindes und weiterhin ein instinktives fühlendes Erkennen der richtigen Handlungsweise in der speziellen pädagogischen Situation. Dass die Handlungsweise richtig war, erkennt man wiederum an der Reaktion des Kindes, indem es  durch sein weiteres Verhalten zeigt, dass es sich wohl fühlt,  sich angenommen und verstanden weiß.(Hilfen für die Arbeit an den Vorträgen zur Menschenkunde: Neben Theosophie und Geheimwissenschaft die Vorträge mit dem zusammenfassenden Titel „Der Mensch in seinem Zusammenhang mit dem Kosmos“ GA 201 – 208)


Hilfen im Umgang mit sich selber
Es gibt nun bewährte Hilfen im Umgang mit sich selber, die helfen sollen, die Zeit der aufkommenden Ohnmachtgefühle durchzustehen  und die Regenschauer, denen man sich dabei wehrlos ausgesetzt sieht, mit größerer Gelassenheit auszuhalten.
Ich habe  zu meinem Glück einige solche Hilfen in Form von speziellen Übungen im Umgang mit sich selbst von anderen Menschen bekommen können und möchte zum Schluss dieser Ausführungen zwei Übungen zur Selbstkontrolle kurz darstellen.


Es kommt immer wieder vor, dass ein Schüler in die Notlage kommt, seinen Lehrer immer wieder provozieren zu müssen. Der Lehrer kann sich auch ohne dass es der Schüler beabsichtigt immer wieder von ihm provoziert fühlen. Ein solches einseitig destruktiv wirkendes Verhältnis tritt in vielen Varianten und mit unterschiedlicher Schwere und Verbissenheit   auf, behindert aber in jedem Falle  die Entwicklung von Schüler und Lehrer. Beide finden jedoch nur selten die Möglichkeit aus diesem Teufelskreis herauszukommen, ihn zu unterbrechen.

Eine Übung zur richtigen Abgrenzung
Die folgende Übung zur Abgrenzung der eigenen Person hat zweierlei Wirkung. Sie verhindert, dass der andere in meiner Seele etwas anrichten, etwas verbiegen kann. Darüber hinaus führt sie aber dazu, dass man nicht die Verbindung zum anderen abbricht.

Wenn ich mich durch einen Schüler im Unterricht gestört  oder provoziert fühle und komme dadurch in die Lage, dass es mich stört oder kränkt, sage ich mir für deine Störungen lieber Schüler bin ich jetzt nicht da, mach was Du willst, ich lass mich von Dir nicht beeinflussen, für Dich in Bezug auf dein Stören  bin ich jetzt nicht zu Hause. Man übersieht nicht nur das Verhalten, sondern man trennt sich davon und konzentriert sich willentlich auf etwas anderes, auf die anderen Schüler und den Unterricht, sodass einen der Schüler tatsächlich mit all seinen Aktionen nicht mehr erreicht.
Eine solche Übung, wenn man sie konsequent übt und anwendet, (Es gibt auch entsprechende Vorübungen dazu) würde in dieser Situation zu einem Kontaktabbruch mit dem Schüler führen. Er würde sich alleingelassen empfinden. Deshalb gehört ein zweiter Teil zu der Übung dazu.
Während man sich so von dem Schüler abgrenzt und bei sich zu bleiben lernt, entwickelt man gleichzeitig eine zweite Vorstellung, die man mit einem liebevollen Gefühl verbindet. Im Bild ausgesprochen heißt diese Vorstellung : Ich nehme dich unter meinen Schirm, ich nehme dich in meinen Schutz.

Die Anwendung dieser Übung hat erstens zur Folge, dass man sich über das Verhalten des Schülers nicht mehr aufregt, wirklich ganz ruhig und gelassen bleibt, nicht mehr darauf reagiert und das zweitens auch die Emotionen des Schülers verschwinden, er selber zur Ruhe kommt.

Zweite Übung: Moment mal, ich mache eine Kunstpause
Eine weitere Übung hat den Zweck eine aufkommende gegenseitig sich steigernde emotionale Konfliktsituation zu unterbrechen, dem Lehrer, der in einen solchen Konflikt mit dem Schüler verwickelt ist zu helfen, sich selber im wahrsten Sinne des Wortes  wieder zur Vernunft zu bringen.

Man übt in bestimmten Situationen und später auch in Unterrichtssituationen., sich selber eine kleine Pause zu gönnen, sich selber zu unterbrechen, indem man zum Beispiel zu sich selbst sagt: Moment mal, warte einen Augenblick, erst gleich geht es weiter. Man lernt auf diese Weise für einen Augenblick aus jeglicher Situation für eine kurze Zeit ganz auszusteigen und danach wieder willentlich einzusteigen.
Diese Übung hat wiederum zwei Wirkungen.
Durch sie unterbreche ich wirksam eine emotionale Konfliktsituation und verhindere so eine weitere Eskalation und ich gewinne durch die kleine Pause , durch den kurzen Ausstieg die Möglichkeit der Sache und meiner Emotion anschauend gegenüber zustehen. Dieses kurze Anschauen dämpft sehr wirksam meine weitere Emotion, denn ich konnte sie anschauen und somit ein Stück weit verobjektivieren.

 

Eine lebendige Pädagogik mit lebendigen Lehrern
Es gibt noch viele weiterführende Übungen, die einem helfen können, in Verbindung mit einer Vertiefung seines Verständnisses für die Kinder durch die Arbeit an der Menschenkunde, diejenige pädagogische Geschicklichkeit zu erlangen, die es möglich macht, dass nicht nur „ die Worte und die Ermahnungen, die ich die Kinder erfahren lasse“ im Unterricht (1. Vortrag Allgemeine Menschenkunde )da sein werden, sondern, dass durch eine wirkliche Beziehung und ein intensives Verstehen der Schüler ein für die Kinder  wünschenswerter Unterricht stattfinden kann.

Auf diese Weise beantwortet sich für mich auch die Eingangs gestellte Frage nach der Lebendigkeit der Waldorfpädagogik, die nur dann als lebendig und zeitgemäß betrachtet werden kann, wenn sie über die erprobten und altbewährten Formen und  bewährten Maßnahmenkataloge hinaus, Lehrer aufweist, die durch ihr authentisches  „So-Sein“ und die lebendige, beschriebene Beziehung zu ihren Schülern, in der Lage sind, ihre Pädagogik lebensvoll jeden Augenblick aus sich selbst heraus zu gestalten.



































                               





 

 

  






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